Nachfolgend der Spielbericht der Großgräfendorfer - für uns ein großes
Kompliment.
20.09.08 (KK St. 1 - 3. Spieltag) SpG Großgräfend./Schaf. : LSG Lieskau
0:2 (0:1)
Autor: Maik Heinel
Nach dem souveränen Sieg vor Wochenfrist wartete auf unsere Mannschaft
nun wieder ein ernst zunehmender Gegner. In der Vergangenheit hatte man
mit den Lieskauern bei verschiedenen Turnieren zu tun, und hatte dabei
stets große Schwierigkeiten das eigene Spiel durchzusetzen.
Dennoch erwischte unsere Acht den besseren Start. Schnelle Spielzüge
brachten auch einige gute Möglichkeiten ein. Doch weder Niklas Schimpf,
noch Kay Seidemann und Marc Plewa konnten den Ball im Netz
unterbringen. In der Anfangsphase hatte der Gast lediglich eine
Möglichkeit, wobei bei diesem Fernschuss das Glück auf Groß
gräfendorfer Seite war. Als man nun glaubte der Führungstreffer sei
nur noch eine Frage der Zeit, kam das böse Erwachen – schon wieder. In
Minute 14 nutzten die Lieskauer die Verwirrung im Strafraum und schoben
unhaltbar zur schmeichelhaften Führung ein. Sofort wurde wieder das grö
ßte Manko unserer Mannschaft sichtbar. Anstatt die spielerische Linie
weiter durchzuziehen, ging das taktische Konzept den Bach runter.
Konnte man bis zum Rückstand durchaus ansehnliche Kombinationen
beobachten, versuchte nun jeder selbst sein Glück und vergaß zu oft
den Nebenmann. Zwar war man auch weiterhin dominant, doch brachte man
mit der angesprochenen taktischen Disziplinlosigkeit, verbunden mit
zunehmender Verunsicherung, den Gegner zu oft ins Spiel. Als Kay
Seidemann auch noch zwei weitere Hundertprozentige liegen ließ, ging
man mit leeren Händen in die Kabine.
Im zweiten Durchgang hatte man sich vorgenommen zur spielerischen Linie
zurück zu finden und keine Hektik aufkommen zu lassen. So erspielte
man sich wieder zwei gute Möglichkeiten, scheiterte aber wieder am
guten Torwart der Gäste. Als man sich dann in der 24. Minute einen
erneuten Konter der Gäste einfing, hieß es 0:2. Jetzt war die
spielerische Linie erneut verloren. Bis auf Jonas Wiedmer, der eine
gute Partie in der Abwehr bot, und Torhüter Florian Steinmetzer, der
bei beiden Treffern machtlos war, versagten beim Rest unserer Spieler
die Nerven. So wurden taktische Aufgaben total vergessen und der
Eigensinn stand im Vordergrund. Ohne Sinn und Verstand berannte man das
Tor der LSG und scheiterte ein ums andere Mal an den eigenen Schwächen,
die wohl im eigenen Hochmut ihre Wurzeln haben.
Letztendlich scheiterte unsere Mannschaft nicht am Gegner, der
keinesfalls besser war, sondern an den eigenen Defiziten. Den Rü
ckstand zu egalisieren wäre jeder Zeit möglich gewesen. Doch dabei darf
man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und muss die eigenen Stärken
ausspielen und nicht durch Disziplinlosigkeit und Angst verpuffen
lassen.
Aufstellung: Florian Steinmetzer - Max Schandelle, Jonas Wiedmer, Leon
Kloß, Marc Plewa, Bryan Bornowski, Kay Seidemann, Niklas Schimpf
(Sascha Wels)